Mitstreiter*innen gesucht!

Bei uns werden in den kommenden Monaten mehrere Zimmer frei. Daher suchen wir Menschen, die Lust haben, mit uns eine neue Hausprojektgruppe aufzubauen.

Wir sind ein kleines Hausprojekt mit Platz für insgesamt nur bis zu 8 Personen. Das Haus hat drei Stockwerke. Es ist nicht barrierearm. Die Zimmer sind zwischen 12 und 17qm groß, dazu kommen noch ca. 90qm gemeinschaftlich genutzte Fläche wie eine Gemeinschaftsküche, ein Ess- und ein Wohnzimmer, Gästezimmer sowie drei Bäder und außerdem noch etwa 700qm Garten. Die Mieten liegen zwischen 250 bis 350€. Es wird nicht im Haus geraucht und wir ernähren uns vegetarisch.

Wir sind ein selbstverwaltetes Hausprojekt. Das heißt neben dem gemeinsamen Wohnen wie in einer WG kommen noch Aufgaben hinzu. Das kann Spaß machen, aber auch eine Herausforderung sein. Denn bei uns gibt es keine_n Hausmeister*in, den_die man anrufen könnte, wenn das Dach leck ist oder die Heizung nicht funktioniert. Da müssen wir selber ran. Wir sind Mieter* und Vermieter*innen in einer Person, d.h. wir erledigen auch unsere finanziellen Angelegenheiten wie Mieten- und Betriebskostenberechnung, Buchhaltung, Steuererklärung, Direktkreditsuche und -verwaltung sowie Mitarbeit im Verbund Mietshäuser Syndikat selbst. Darauf solltet ihr Lust haben und dafür solltet ihr Zeit- und Energiereserven in eurem Leben frei haben. Auch wird es Zeit und Energie brauchen, uns als Gruppe neu zu finden.

Ansonsten suchen wir einfach Leute, die gut zu uns passen, die langfristig irgendwo ankommen möchten und mit denen es fetzt. Die unaufgeregt ihr eigenes Ding machen können, aber auch Lust auf Hausprojekt und Gemeinschaft haben und darauf, hier draußen zu wohnen; die noch Platz in ihrem Leben haben für neu sich entwickelnde Freundschaften, die offen, ehrlich, reflektiert und aufgeschlossen sind und beim Zusammenwohnen für sich einen ausbalancierten Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und denen anderer finden können. Denen Öko und Bio nicht ganz egal ist und die keine Tierhaar- (und besser auch keine Hausstaub-)allergie haben.

Was uns auch wichtig ist: Ihr solltet Lust haben, mit politisch interessierten und aktiven Menschen zusammen zu wohnen (in den Bereichen Feminismus, Rassismuskritik, Intersektionalität, Stadtpolitik).

Wenn Du Dich angesprochen fühlst, dann schreib uns doch ein wenig über Dich an
hausprojekt-rahnsdorf@syndikat.org.
Bitte beantworte uns dabei auch folgende Fragen:

Warum möchtest du in einem Hausprojekt wohnen?
Welche Erfahrung im gemeinschaftlichen Wohnen hast du? und
Wie möchtest du dich am liebsten einbringen?

Wir freuen uns von Dir zu hören. Bis bald.

Neuigkeiten und Suche nach Direktkrediten

Das war im letzten Jahr. Wir haben den Flur und unser Gemeinschaftszimmer im Erdgeschoss renoviert und sind fast fertig damit.

Wir haben die Fenster ausgebessert, die Decke neu gemacht, die Wände mit Lehm verputzt und Dielen ersetzt und abgeschliffen.

Gegenwärtig sind wir auch wieder auf der Suche nach neuen Direktkrediten, weil wir in näherer Zukunft einige größere Direktkredite auszahlen müssen. Falls ihr Interesse daran oder Fragen habt, meldet euch! Am Besten per Mail hausprojekt-rahnsdorf@syndikat.org. Wir nehmen dann gerne umgehend persönlich Kontakt zu euch auf.

Erste Informationen zu Direktkrediten gibt es auch hier.

Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen! Bis dann.

“Das ist unser Haus!” – Crowdfunding-Aufruf für Filmvorhaben

"Das ist unser Haus!"

Drei engagierte Filmemacher produzieren mit deiner Hilfe einen Info-Film über das Mietshäuser Syndikat. “Das ist unser Haus!” soll Gruppen ermutigen, selbstorganisierte Hausprojekte zu starten und gleichzeitig das dafür notwendige Wissen unterhaltsam vermitteln. Der vorproduzierte Trailer steht auf vimeo und kann weiter unten direkt angeschaut werden.

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Keinanlegerschutzgesetz | Radiobeitrag von dreyeckland 102.3 mhz mit Stefan Rost

Einwerben von Direktkrediten, für dem Markt entzogene Projekte, weiter ohne hohe Hürden möglich. Erleichterung im Mietshäusersyndikat nach Verabschiedung des Kleinanlegerschutzgesetzes

foto: syndikat

Am Donnerstag, den 24. April, hat der Bundestag das sogenannte Kleinanlegerschutzgesetz verabschiedet. Vorgeblich als Schutz von sogenannten Kleinanlgern gedacht, als Reaktion auf die Pleite des windigen Windkraftunternehmens Prokon, sahen sich insbesondere kleine Projekte, die auf Direktkredite angewiesen sind, vom Gesetz bedroht. Das Mietshäusersyndikat befürchtete teilweise Mietsteigerungen von 50 Prozent.

Monatelang wurde deshalb Lobbyarbeit gegen das Gesetz gemacht. Was nun raus gekommen ist, fragten wir Stefan Rost von der Initiative Wir sind nicht Prokon aus dem Mietshäusersyndikat.

Radiobeitrag anhören (12:20 min)

 

 

MHS bei Bundestagsanhörung zum Kleinanlegerschutz

Das Mietshäuser Syndikat war heute im Bundestag bei einer Anhörung des Finanzausschusses zum geplanten Kleinanlegerschutzgesetz vertreten. Dabei forderten wir erneut, bei den Ausnahmen von dem Gesetz für soziale und gemeinwohlorientierte Projekte nachzubessern. Die taz berichtet hier.

Ein Video von der Anhörung gibt es ebenfalls:

Unsere Postkartenaktion kommt darin groß raus.

Das Mietshäuser Syndikat in der Berliner Abendschau

Am 19.09.2014 wurde in der Berliner Abendschau ein Beitrag über das Mietshäuser Syndikat ausgestrahlt, der sich fast schon ausnimmt wie ein kleiner Werbefilm über die Idee und das Konzept des Syndikats: Die Mieten in Berlin steigen. “Oft sind die Vermieter Investoren, die vor allem Gewinn machen wollen. Aber es gibt auch die Möglichkeit, Mieter einer Mietergemeinschaft und des Mietshäusersyndikats zu werden…” mit dauerhaft günstigen Mieten, mit einem Schneeballsystem, das ermöglicht, immer mehr Häuser aus dem renditeorientierten Wohnungsmarkt herauszukaufen, und mit dem Prinzip der politischen Selbstverwaltung “Die Häuser denen, die drin wohnen!”

Alternative Geldanlage

aus taz Nr. 6672 vom 9.2.2002, Seite 20, von Armin Massing

Alternative Geldanlage: Um Mietshäuser dem Spekulantenmarkt zu entziehen, investieren Ex-Hausbesetzer in Immobilien. Damit will man billigen Wohnraum schaffen und über Mietergenerationen erhalten. GLS: “Die Projekte sind solide finanziert”

“Wir brauchen keine Hausbesitzer, denn die Häuser gehören uns”, hieß es in einem der Lieder von “Ton, Steine, Scherben”. Doch gegen Ende der 80er-Jahre stand die Häuserkampfbewegung in Freiburg wie in den meisten Städten vor dem Aus. Um weiterhin etwas gegen Wohnungsspekulation zu tun, ging eine Gruppe von Ex-Hausbesetzern neue Wege. Mit dem “Mietshäuser Syndikat” kaufen sie seit 1992 Immobilien und entziehen sie somit dem Markt. Das Geld kommt von privaten Darlehensgebern – im Wortsinn eine alternative Geldanlage.

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Klaus-Novy-Preis für das Mietshäuser Syndikat!

Das Mietshäuser Syndikat hat den Klaus Novy Preis für Innovationen beim genossenschaftlichen Bauen und Wohnen erhalten. Der Preis wird alle fünf Jahre vom Spar- und Bauverein eG in Solingen, der zweitgrößten
Wohnungsgenossenschaft in NRW vergeben und ist mit 3.000 € dotiert.

Das Mietshäuser Syndikat ist ein wachsender Unternehmensverbund von zur Zeit 60 selbstorganisierten Hausprojekten in über 30 Städten und Gemeinden Deutschlands, die sich den Ideen der dauerhaften sozialen Bindung des
Eigentums und des Solidartransfers von Altprojekt zu Neuprojekt verpflichtet haben, letzteres in Form von ehrenamtlicher Beratung und von Kapitalbeteiligungen, insbesondere durch einen Solidarfonds.

Entstanden war diese Idee um 1990 beim Gretherprojekt in Freiburg.

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